Im Juni sollte es nach Krakau gehen. Ein Geburtstagsgeschenk an meinen damaligen Freund. Er wollte unbedingt einmal nach Auschwitz. Warum nicht!
1. Tag: Früh am Morgen ging es los mit dem Bus von Dresden Neustadt nach Berlin Tegel. Der Bus von BerlinLinienbus ist sehr praktisch, weil man für die Strecke Dresden -> Berlin wenn man ein bisschen Glück hat nur 9 EUR bezahlt. Das ist wirklich günstig! Gesagt getan. Also in den Bus und ab ging die Fahrt in 3 Stunden nach Berlin. Am Flughafen erst einmal eingechekt und dann hatten wir erstmal sehr viel Zeit, da unser Flug eine Stunden Verspätung hatte. Na wunderbar. Nach einem Flugzeugwechsel begann dann nach einer Stunde auch das Boarding - und gleich die nächste Überraschung: Eine Propellermaschine - oooh mein gott. Ich dachte solche dinger gibt es gar nicht mehr aber da sollte ich mich täuschen. Als wir dann Platz nahmen (übrigens war es in der Maschine brüllend heiß) und es losgehen sollte war der Pilot noch so freundlich uns mitzuteilen was die Verspätung verursacht hat: Ein technischer defekt an eben der Maschine in der wir gerade sitzen. Super! Wir rollen zum Start und die Proppeller drehen wie verrückt und es ist eine unheimliche Geräuschkulisse. Also für Flüge über eine Stunde würde ich in so eine Maschine nicht einsteigen! Der Flug an sich war ganz entspannt, wenn auch sehr laut und es gab sogar ein Brötchen. Wie aufmerksam :-). In Krakau angekommen, das Gepäck geschnappt, ab zum Bahnhof und mit dem Zug in die City. Das Zugfahren ist in Polen recht günstig. Vom Bahnhof haben wir dann die Straßenbahn genommen. Wir haben im "Free Hostel" gewohnt. Das kann ich nur empfehlen. Ein sehr schönes Hostel mit super eingerichten Zimmern. Alles im IKEA-Style aber sehr hübsch!
Danach noch einmal kurz in die Stadt und danach in's Bett!
2. Tag: Heute soll es nach Auschwitz gehen. Die Bahnfahrt dahin kostet ungefähr 6 EUR für Hin- und Rückfahrt und ist recht unkompliziert. Die Strecke bis nach Auschwitz beträgt glaube ich etwas über 30 Kilometer und der Zug benötigt dafür etwa 3 Stunden. Naja bei dem Schienenzustand ist das auch kein großes Wunder. Von Auschwitz war ich wirklich überrascht. Zwar hätten wir es erst gar nicht gefunden aber einmal da ist es eigentlich wirklich sehr gut erhalten und sehr schön, sofern man von schön sprechen kann, aufgearbeitet. Jedes Land, welches Opfer in Auschwitz zu beklagen hatte, war eine Baracke gewidmet. Einige waren sehr ansprechend gestaltet, wie die Östereichische, bei anderen wusste man überhaupt nicht so richtig was man davon halten sollte. Aber es ist auf jeden Fall ein Ort, der einen zum Nachdenken bringt und es sollten ihn viel mehr Leute besuchen. Vielleicht würden dann auch einige Leute etwas anders denken in unserem Land. Für Auschwitz benötigt man etwa 2 bis 3 Stunden um sich einen groben Überblick zu schaffen. Für intensivere Erkundungen sollte man auch Entsprechend mehr Zeit einplanen. Da wir nun noch etwas Zeit hatten, waren wir in einem kleinen Imbiss neben dem Bahnhof fein essen. Das Essen hat zwar nicht wirklich geschmeckt und die angestellten waren auch nicht gerade die freundlichsten, aber dafür war es preiswert :-). Die Rückfahrt nach Krakau war dann wieder genauso lang wie die Hinfahrt und auch etwas unbequem. Aber was macht man nicht alles! Am Abend haben wir uns dann noch einmal die Altstadt angeschaut, waren auf dem Wawel, also dem Burgberg und auf dem Marktplatz mit den Tuchhallen. Hier trifft man dann auch mal ein paar junge Polen :-).
3. Tag: Der 3. und letzte Tag! Leider ist der Aufenthalt in Krakau schon wieder fast vorbei. Noch einmal kurz durch die Stadt geschlendert und dann wieder zum Bahnhof. Doch halt! Im Bahnhof gibt es einen total schicken Klamottenladen mit lauter bunten, tollen t-shirts. Ein Paradies für den kleinen Flori :-). Da bin ich dann nun doch noch die ganzen Zlotys losgeworden :-). So aber nun doch ab zum Flughafen. Die Schaffnerin war so freundlich uns das billigere Studententicket auch ohne Ausweis zu verkaufen. Herzlichen Dank nochmal dafür! Hier in Deutschland wäre sowas ja undenkbar! Am Flughafen...wie soll es sein stand unser Flug nun auch schon wieder mit einer Stunde delay drin. Also gut...Noch einmal warten, warten, warten. Und dann kam unsere Maschine wieder. Aber diesmal zum Glück nicht so ein Propellerding :-). Der Rückflug war recht turbulent aber das macht das fliegen wenigstens abwechslungsreich. Landung in Berlin aufgrund von Rückenwind oder was auch immer war fast pünktlich. Jetzt ging es mit der Bahn nach Hause. Von der Zugfahrt kann ich nichts mehr groß berichten, außer das ich meine falsche Bahncard mithatte und das der Schaffner nicht so toll fand. Naja...das ist halt die deutsche Bürokratie. Wieder gut zu Hause gelandet. Und der nächste Trip steht schon bevor. Schweden!
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